Goldman Sachs: Bitcoin ist aus diesen fünf Gründen kein lebensfähiges Gut

Goldman Sachs bleibt fest gegen Bitcoin

Während eines kürzlichen Aufrufs an Investoren erklärte das Investment-Strategieteam von Goldman Sachs, dass sie Kryptowährungen, einschließlich Bitcoin, nicht als eine realisierbare Anlageklasse klassifizieren. Das Unternehmen nannte fünf einfache Gründe, warum solche Vermögenswerte keine „tragfähige Investitionsgrundlage“ aufweisen.

Warum Goldman Sachs sagt, dass Bitcoin keine rentable Anlageklasse ist

Trotz der immensen Fortschritte, die von der Kryptogeldindustrie verzeichnet wurden, stellt eine Entwicklung vom 27. Mai fest, dass Goldman Sachs sie nicht befürwortet. Während des Aufrufs an die Investoren sagte das Unternehmen, es glaube nicht, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen es wert seien, bei ihren Kunden beworben zu werden.

Diese Erklärung wurde von einer Präsentation mit dem Titel „US Economic Outlook & Implications of Current Policies for Inflation, Gold and Bitcoin“ begleitet. Die Präsentation wurde von der Goldman Sachs Investment Strategy Group der Abteilung für Verbraucher- und Investitionsmanagement organisiert und konzentrierte sich stark auf Kryptowährungen. Der allgemeine Konsens scheint ein mangelndes Vertrauen der Firma in Kryptowährungen zu sein.

Laut Goldman Sachs ist Bitcoin aus einer Reihe von Gründen keine brauchbare Anlageklasse. In der Präsentation wurden insgesamt fünf Gründe genannt. Die Firma sagt, Bitcoin und andere Kryptowährungen:

Generieren keinen Cashflow in einer Art und Weise wie Anleihen
Erwirtschaften Sie keine Gewinne aufgrund der Exposition gegenüber dem globalen Wirtschaftswachstum
weisen angesichts instabiler Korrelationen keine konsistenten Diversifikationsvorteile auf
Hohe Volatilität (historische Volatilität von 76%)
Keine Hinweise auf Absicherung der Inflation

Die komplexe Beziehung von Goldman Sachs zur Kryptowährung

Selbst wenn die Regierungen der Welt in Erwägung ziehen, ihre eigenen nationalen Marken zu schaffen, scheint Goldman Sachs nach wie vor nicht überzeugt zu sein. Ihr Forschungsteam stellt fest, dass die Kryptowährung eine instabile Korrelation mit wichtigen Vermögenswerten aufweist und dass sie keine gute Absicherung gegen Inflation darstellt. Zwar entscheiden sich andere Hedge-Fonds nach Angaben von Goldman Sachs dafür, mit Bitcoin zu handeln, doch werden sie dies ihren Kunden nicht empfehlen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Abteilung von Goldman Sachs, die die Präsentation durchgeführt hat, in erster Linie mit Vermögensverwaltung arbeitet. Als solche haben sie möglicherweise keinen Hintergrund in Bezug auf digitale Vermögenswerte. Darüber hinaus könnte ihre Ablehnung der Kryptowährung, wie z.B. die fehlende Absicherung gegen Inflation und mangelnde Erträge, auf traditionelle Vermögenswerte wie Gold übertragen werden.

Ein weiterer Kritikpunkt, der gegen die Kryptowährung vorgebracht wurde, ist ihre mögliche Verwendung für illegale Aktivitäten. In der Präsentation heißt es, dass sich die Infrastruktur der Kryptowährung noch im Anfangsstadium befindet, was sie anfällig macht. Zwar gibt es Hinweise darauf, dass digitale Vermögenswerte für illegale Aktivitäten wie im Dark Web verwendet werden, doch ist der Prozentsatz im Vergleich zur legitimen Verwendung gering.

In der Vergangenheit hatte das Management großer Firmen wie JP Morgan Kryptowährungen als Betrug oder als Mittel zur Kriminalität kritisiert. Im Laufe der Zeit scheinen jedoch viele ihre Meinung zu ändern, darunter auch Goldman Sachs. Im Jahr 2018, nach Jahren der Verurteilung von Bitcoin, gab die Investmentbank schließlich ihren Status als Tauschmittel auf.

Dies geschah etwa ein Jahr, nachdem die Analysten von Goldman Sachs optimistische Vorhersagen in Bezug auf Bitcoin abgegeben hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kryptowährung ein Allzeithoch von 3.000 Dollar pro BTC erreicht, und die Leiterin der technischen Strategie, Sheba Jafari, sagte voraus, dass sie 3.600 Dollar erreichen würde. Seit dieser Zeit hat Bitcoin ein Allzeithoch von fast 20.000 Dollar pro BTC erreicht.

Goldman Sachs sieht eine sich verändernde Welt inmitten von COVID-19

Die mit dem Ausbruch von COVID-19 verbundenen Unsicherheiten wurden im Bericht anerkannt und sprachen auch die sich verändernde Finanzlandschaft an. Goldman Sachs selbst hat erklärt, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich hoch bleiben wird. Vor diesem Hintergrund könnte die Bank ihren Kunden gegenüber nicht-traditionellen Vermögenswerten wie Krypto-Währungen weniger offen sein.

Goldman Sachs‘ Co-Chef für globale Wertpapiere, R. Martin Chavez, hat sich zu den verschwimmenden Strukturen innerhalb der Finanzwelt geäußert. Seiner Meinung nach sind die Unterschiede zwischen Käufern, Verkäufern und so weiter nicht mehr so klar, was auf den Anstieg der Fintech-Entwicklungen zurückzuführen ist. Diese Auswirkungen der Fintech könnten jedoch dazu führen, dass digitale Token – nicht nur für Geld, sondern auch im Falle von Token-Wertpapieren – schwerer zu ignorieren sein werden.

Goldman Sachs hat zwar ein Produkt für Bitcoin-Derivate erforscht, zögert aber nach wie vor, selbst mit Bitcoin zu arbeiten. Die nächsten Quartale, in denen sich die Welt auf die COVID-19-Situation einstellt, werden zeigen, ob die Krypto-Währung eine globale Pandemie überleben kann. Es ist auch möglich, dass Goldman Sachs sogar in die Fußstapfen von JP Morgan tritt und seinen eigenen digitalen Bestand erstellt.